Coronavirus – wenn Zombies unter Isolation stehen

Der Autor erklärt auf humorvolle Weise, wie er das Coronavirus miterlebt.

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Ich öffne das morgendliche Fenster und ich atme das erste Mal frische Luft und keinen Smog ein – die Straßen sind leer. Jede Zilivation hat sich aufgelöst und ich fühle mich, als hätte es alle dazugehörigen Ziviliationskrankheiten mit sich gerissen. Wenige Autos, keine Spaziergänger, keine Gruppen. Der Herdentrieb hat sich plötzlich in Luft aufgelöst. Keine aufgedrehten Nachbarshunde, die bellen, weil Spaziergänger oder Fahrradfahrer vorbeistürmen; weil Arbeiter oder Schüler hin und her wetzen und alles mit sich reißen, was hinter ihnen fällt. Niemand ist auf seiner Hamsterrad-Mission. Es ist das erste Mal, dass ich bei meiner Arbeit keine Ohrenstöpsel brauche und so tief einatme, dass es mir die Nasenflügel zu neue Größen aufbläht. Um die Wirkkraft zu verdoppelt, öffne ich die gegenüberliegenden Fenster auch noch.
Und dann passiert etwas Wunderliches: Aus einem kleinen Haus kommt zum ersten Mal ein kleines Kind und bringt seine Spielsachen mit nach draußen und schaukelt. Dieses Bild habe ich das letzte Mal in den 80er Jahren gesehen. Erste neu ernannte Corona-Hausfrauen, die vorsichtig ihren Häusern treten und den anderen Gartenarbeitern beiwohnen. Niemand nervt mehr in seiner hohlen Geschäftigkeit, die ins Nichts führt. Es fehlt nur noch eine Katze, die sich im Sonnenschein sonnt. Es herrscht fünf Minuten Perfektion, auch wenn ich weiß, dass das gleich wieder vorbei sein wird. Die Welt heilt; ich atme durch.

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Zombies sind in ihren eigenen Häusern gefangen und genießen vermutlich zum ersten Mal eine selbst betörende Zwangsisolation zur Selbstreflektion und wissen nicht, was sie mit sich anfangen sollen, weil sie immer nur gewohnt waren, sich an andere abzugeben, aufzugeben und überzustülpen. Glücklicherweise wollen alle kein Buch schreiben, nicht die Welt verändern, noch Gewohnheiten aufgeben, sonst könnten sie noch anfangen, ihren neuen Lebensstil zu genießen und jedes Jahr solch eine Zwangsbeglückung einfordern. Für Isolation muss man gemacht sein und ich habe jede Menge solcher Isolationen hinter mir. Man könnte anfangen, sein Leben in neuem Glück zu finden und neue spirituellen Höhen erreichen.

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Nur eins hat sich noch nicht geändert: Die Leute waschen sich trotz des Zombie-Viruses nicht die Hände nach dem Toilettengang. Das ist ein Märchen, das gerne erzählt wird …

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