Ein Unterschied zwischen dem erfolglosen und erfolgreichen Künstler ist, dass der, der erfolgreich wird, nach außen geht und die Dinge wirklich auslebt und sich der Kritik für seine verrückten Ideen stellt. Er lernt sich dadurch kennen und weiß, was funktioniert. Erfolglose leben ihre verrückten Ideen eher im Innern; im Kopf oder in Computerspielen; höchstens vielleicht noch im Schlafzimmer, aber sie haben eine Barriere durch Anerziehung und gesellschaftliche Vorgaben. Dem Erfolgreichen sind Anerziehung und gesellschaftliche Normen egal oder sie müssen überwunden werden. Der Erfolgreiche weiß, dass jeder verrückte, schmutzige und illegale Gedanken hegt, aber nur bei dem, der es umzusetzen vermag, wird es sichtbar. Die Umsetzung einer Sache bedarf einer komplexen Abfolge von mehreren Energien. Kraft, Wille; körperliche Konstitution und geistige Beschaffenheit; die aufeinander so ideal abgestimmt sind, dass sie zusammen wirken, damit etwas zu seinem Ziel führt.

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Ich halte es als Künstler für unabdingbar verrückt zu sein, denn etwas Größeres schaffen zu können, setzt voraus, alles Verrückte und Fehlerhafte erst einmal gemacht zu haben, um zu wissen, aus welchen Werkzeugen das eigene Repertoire besteht. Erst dann versteht man sich als Experte eines Faches – seines Faches.

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Hohe Mauern ragen aus dem Land – die Zeichen der Zeit sind aus Stein gemacht. Die mittelalterliche Burglandschaft läd zum Verweilen ein, oder auch zum Arbeiten. Jenni Mitkovic hat eine Vorliebe für die Auflebung vergessener Zeiten und es treibt sie häufig in neue Landschaften. Als Hofkünstler begibt sie sich auf Burgen und arbeitet mehrfach im Jahr von unterwegs.

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Es regnet, es ist kalt. Das Kleid ist ihr bis zu den Knien nass. Der Umhang ist schon durchtränkt und wird Tage brauchen, bis er wieder trocken ist. Die Bestätigung vom Maler: Auch die Schuhe und Füsse sind nass, trotzdem macht sie weiter und hört nicht auf, bis sie alles im Gepäck hat, was sie heute umsetzen wollte. Sie schießt ein paar Bilder, sucht Ecken zum Skizzieren, holt weitere Aufnahmegeräte heraus. Einige Sequenzen werden mehrfach gedreht. Das Ganze ergibt dann später einen Film.
Ein moderner da Vinci, der ruhelos mit Notizbuch und Stift umher reist und alles notiert, was ihn interessiert? Was geht im Kopf eines Malers vor, der lieber alleine im Regen steht und das Einzelgängertum der Gesellschaft vorzieht? Hier ist wenig los, die meisten Leute bleiben heute daheim, die Regentropfen fallen aufs Papier und das Medium wird gewechselt, daher eignet sich der Tag, um auf dem Gelände ein Video zu drehen.

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Früher hat sie viel Übung gebraucht, heute funktioniert alles koordiniert. Sie kommt in Kontakt mit anderen Künstlern und dann gestalten sich spontane Projekte. Sie tut Dinge, die andere für unnötig halten.
Macher verstehen ihr Geheimnis, der Rest denkt, es fliegt einem so zu.

Dann ist das Mysterium fertig und es geht in die altbekannte Welt, wo Dinge wie YouTube-Kanäle existieren, um diejenigen dabei sein lassen zu können, die nicht dabei waren.

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Last Warrior wurde am besagten Tag gedreht. Es entstand im April 2017 auf Burg Steinsberg.

Weitere Video-Projekte von Jenni Mitkovic findest du auf dem YouTube-Kanal.